19. LAFIT Triathlon-Prälank

 

Irgendwie war mir die ganze Lauferei in diesem Jahr etwas langweilig und so musste nach 2004 & 2008 mal wieder ein Triathlonstart her. Laufen kann ich ja ein bisschen, aber der Rest ist für mich Herausforderung. Da meine Eltern in Neustrelitz wohnen, konnte ich meinen Start gleich mit einem Heimatbesuch verbinden, was echt super ist. Volker (Triathlonpremiere!), der 2. HSG Starter hatte eine etwas aufwendigere Anreise mit dem Zug. Start sollte um 16 Uhr bei bestem Wetter sein.

Bis um 12 Uhr war dann auch alles gut – nur dann wurde ich wirklich nervös und aufgeregt. Das Ganze erschien mir auf einmal als total blöde Idee. Besonders das Radfahren ist nicht wirklich meins…und irgendwie erschien es mir viel sinnvoller, einfach an den Strand zu fahren und den Sommertag zu genießen. Zum Glück habe ich doch nicht gekniffen und bin dann samt familiärer Unterstützung nach Prälank geradelt.

 

Der Prälanker Triathlon an sich, ist von der Strecke her sehr schön. Die Orga ist dagegen etwas lasch – so gibt es keine Kampfrichter, eine Wettkampfvorbesprechung findet nicht statt und im Wechselgarten ist immer ganz schönes Chaos. Mein vorab bezahltes Shirt gab’s auch nur noch in Größe L. Aber da ich den Ablauf und die Gegebenheiten kenne, störte das nicht mehr weiter…

 

Kurz vorm Start bekam ich dann Hunger, aber nun war es zu spät. Wir machten uns auf zum gegenüberliegenden Ufer und warteten noch einige Minuten bis zum Start.

 

Schwimmen

Das Ziel war schneller als 2008 zu sein (15:00). Am Start ordnete ich mich ganz links ein und dann ging die Post auch schon ab. Wir Damen durften 10 Minuten vor den Herren starten und so war es dankenswerter Weise nicht all zu eng. Vorab im Training (ich war so ca. 5 mal in Gützkow) versuchte ich noch auf die Schnelle Freistil zu lernen, aber das wurde nichts. Also doch wieder Rückenschwimmen J Ich bin damit schneller als mit Brustschwimmen und gut atmen kann man auch. Nur blöd, dass man nicht sieht, wo es lang geht. In Prälank schwimmt man einfach gerade aus über den See, aber trotzdem hab ich ganz schön Meter mehr gemacht, denn auf einmal war ich ganz rechts vom Feld. Und natürlich ließ sich nicht vermeiden, dass man den ein oder anderen Hieb abbekommt. Letztendlich habe ich versucht meine Beine zu schonen und mehr mit den Armen zu machen, aber irgendwie war das Schwimmen schon mal leichter…aus dem Wasser bin ich dann nach 14:05 auf Platz 19 liegend (Bestzeit: 12:40 – 2004).

 

 

1. Wechsel

Vor dem Start hatte ich alles perfekt in die richtige Reihenfolge gebracht und so hingelegt, dass ich nicht nachdenken, sondern einfach nur zugreifen muss – von links nach rechts. Blöderweise habe ich ewig gebraucht um mein Shirt anzuziehen – ich war nass, das Shirt trocken und ich habe es einfach nicht runterbekommen. Irgendwann war’s mir dann egal – ich habe es einfach so schief gelassen. Sehr ärgerlich: da ging wirklich Zeit flöten.

 

Radfahren

Meine Wackeldisziplin! Mannometer…da hatte ich wirklich Respekt. Training: Null. Mir reicht schon ein laues Lüftchen von vorn & ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Diesmal hatte ich mir Muttis Rennrad ausgeliehen – das ist wesentlich moderner als mein eigenes. Leider ist meine Mutti gut 8 cm kleiner und dementsprechend war das Rad auch etwas zu winzig für mich – mein armer Rücken! Aber beim kurzen Testen am Morgen hatte ich das Gefühl, dass es besser rollt als meins und so entschied ich mich spontan damit zu fahren, wenn auch ohne Klickies. Auf jeden Fall hat es Glück gebracht. Zum ersten Mal 30er Schnitt! Bestzeit aus 2004 war 43:42 – jetzt 41:41! J Ich habe versucht alles zu geben. Die erste Runde war noch etwas zäh, aber danach merkte ich, dass ich gut drauf war & versuchte noch mal Gas zu geben. Mittlerweile wurde man ständig von Männern überholt und ich kann nur sagen: HILFE. Wenn die noch dichter überholen, lieg ich nächstes Mal im Straßengraben. Aber alle sind heil geblieben und ich bin mit der 23-schnellsten Radzeit ins Ziel.

Laufen

Yeah!!! Endlich…Was die meisten fürchten, kann mich nicht schocken. Okay das Laufen war wirklich nicht einfach & am liebsten wäre auch ich gegangen. Nach 100 Metern hatte ich dann richtig Bauchgrummeln (der Hunger), aber ich habe mich dann einfach auf die anderen Schmerzen konzentriert, was keine schöne, aber immerhin eine Ablenkung war. Meine Oberschenkel haben nicht so doll wehgetan, wie sonst beim Tria, aber ich konnte insgesamt meine Beine einfach nicht anheben. Das war kein Laufen, sondern Kriechen. Und dann noch sandiger Waldboden und Hügel. Aber egal – ich überholte noch ein paar Mädels (Yippie)& dann war da aber tatsächlich schon das Ziel. Total super – ich war wirklich erleichtert, dass es vorbei war. Meine Laufzeit war dann doch besser als gedacht. Gefühlt wie eine Schnecke, habe ich immerhin die 5.-beste Laufzeit erreicht. (19:39; 2004à20:13)

 

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, glücklich und mega ko. Endzeit: 1:16:50 (2004: 1:16:35), 12./67., 5. in der AK. Volker habe ich leider nach dem WK nicht mehr gesehen, aber er war im Schwimmen und Laufen äußerst stark. Das Radfahren mit MTB war sicher nicht so leicht, aber den 1. Triathlon hat er super gemeistert – Glückwunsch!

 

Fazit: 1:16:50 – nur 15 Sekunden langsamer als meine PB aus 2004. Damit hätte ich nicht gerechnet. Und sonst: aufregend, lustig, anstrengend, euphorisierend, hektisch, schmerzhaft, großartig – süchtig machend?

 

Eure Grit!

8 thoughts on “19. LAFIT Triathlon-Prälank

  1. ?-lichen Dank! Britta, wenn Hans mir einen Einteiler sponsert, dann machen wir auf jeden Fall was zusammen: OLYMPISCHE!!! 🙂

  2. Toller Bericht Grit und Glückwunsch zu der tollen Leistung.Vielleicht machen wir im nächsten Jahr mal was zusammen??

  3. Schön geschrieben Grit und super Wettkampf-auch von Volker. Da hat sich unser „geheimes“ Mittwoch Training mit Peer ja gelohnt!

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